Gemeinsam spielen

Gemeinsam spielen

VISUELLE STRUKTURIERUNG VON SPIELMATERIAL
NACH DEM TEACCH® - KONZEPT
Das kleine Gartenspiel

Abb. 1 Das kleine Gartenspiel

In diesem Beitrag wird ein

Spielmaterial aus der Perspektive der Handlungsplanung

betrachtet und eine autismussensible Modifizierung nach den Prinzipien des TEACCH-Konzeptes vorgeschlagen.

Dabei geht es hier vor allem darum, zu überlegen, wie die Kinder den Spielbeginn und das Spielende gut erfassen können oder wie sie die verschiedenen Einzelteile in einen Gesamtzusammenhang bringen.

Los geht’s!

1. Sich einen Überblick über die Einzelteile verschaffen

    1. Sich einen Überblick über die Einzelteile verschaffen

So viele Einzelteile ☹! Hier ist eine gute Vorstellung über das Ziel des Spieles (das Ergebnis) gefragt, um die „richtigen“ Teile zur „richten“ Zeit zusammenzubringen.
Diese Herausforderungen zeigen sich beispielsweise bei Puzzle-, Steck- oder Konstruktionsspielen …

Oft sind die Spielmaterialen nicht gut überschaubar und eine „Spielordnung“ lässt sich nicht ohne Weiteres so einfach erkennen. Dann kann es passieren, dass die Kinder sich dieser Art von Spiel erst garnicht zuwenden, sich von Details ablenken lassen oder es nach einem kurzen Start schnell wieder beenden.

Eine autismussensible Veränderung/ Strukturierung des Materials kann die Kinder dabei unterstützen, sich von einzelnen Details zu lösen und Gesamtzusammenhänge besser zu erfassen.

Man könnte auch sagen, es geht darum, den Kindern eine schnell erfassbare Spielanleitung durch eine visuelle Sprache zu vermitteln.

2. Zusammengehörende Teile ordnen

2. Zusammengehörende Teile ordnen

3. Auf Teile verzichten, die für den Spielspaß nicht unbedingt notwendig sind

Auf Teile verzichten, die beim Spielen nicht benötigt werden.

4. Zusätzliches Material für die Visualisierung und Verdeutlichung der Handlungsschritte bereitstellen

Visualisierungsmaterial

Einige dieser Materialien sind unter www.kleine-wege.de in der Versandkiste erhältlich.

5. Das Spielmaterial räumlich nach den Strukturierungsprinzipien des TEACCH®-Konzeptes anordnen und die einzelnen Handlungsschritte durch eine visuelle Ordnung verdeutlichen

Instruktionen
Gießen
Gießen
… alle Tüten sind ausgepackt und alle Blümchen eingepflanzt: Jetzt noch gießen …
Blumenbeet
Das kleine Gartenspiel
… und fertig ist das Blumenbeet.

… und vielleicht geht es dann hinaus in den Garten. 😊

Gießkannen

Gefunden bei © Pixabay 😊

 

Hier fehlt nur noch ein Fertigbereich und schon könnte das Kind seiner Leidenschaft für das Gießen der Pflanzen im Garten nachgehen und doch ein auch ein Ende finden:

1. Kanne nehmen
2. Wasser einfüllen
3. Pflanzen gießen
4. Leere Kanne in den Schuppen stellen (FERTIG)
5. Nächste Kanne nehmen …

Sind alle Kannen im Schuppen ist die Aktivität abgeschlossen und es folgt eine neue.

Ein roter Faden – Unterstützerkreise als prozessbegleitende Beratung

Ein roter Faden – Unterstützerkreise als prozessbegleitende Beratung

EIN ROTER FADEN

UNTERSTÜTZERKREISE ALS PROZESS BEGLEITENDE BERATUNG
Die Herausforderungen im Zusammenhang mit Autismus sind oft sehr komplex. Jedoch ist nicht das autistische Kind, der Jugendliche oder Erwachsene herausfordernd! Die Herausforderung entsteht eher durch Situationen, die für autistische Menschen nicht optimal sind und deshalb zu Problemen führen. Hierin liegt eine große Chance für autistische Menschen und deren Unterstützer*innen.

Denn Situationen können sich meist verändern, wenn diese aus einer Unterstützungsperspektive heraus betrachtet werden.

Unterstützerkreise Schatz und Schellbach 2009
Dass Konzept der „Unterstützerkreise“ wurde von Yvette Schatz und mir vor einigen Jahren während unserer gemeinsamen Arbeit im Autismuszentrum KleineWege® entwickelt (Schatz und Schellbach 2009).

Ein Kerngedanke des Konzeptes ist, dass alle Unterstützer*innen, Familienangehörige, Fachpersonen und Nicht-Fachpersonen als auch das autistische Kind selbst, der Jugendliche oder Erwachsene in einem strukturierten Beratungskontext zusammenfinden, um ein personenzentriertes und familienorientiertes gemeinsames Vorgehen zu ermöglichen.

Der „Unterstützerkreis“ entstand aus unserer wiederkehrenden Erfahrung heraus, dass autistische Menschen von vielen Fachpersonen und Unterstützer*innen mit medizinischen, therapeutischen, heil-, sonder- oder sozialpädagogischen Angeboten begleitet werden. Dabei wissen diese oft nicht ausreichend von den pädadogischen und therapeutischen Zielstellungen der anderen. Auch findet sich oft kaum Raum und Zeit für die Abstimmung der wesentlichen Zielstellungen nach familienbedeutsamen und lebensbedeutsamen Aspekten.

Eine Abstimmung ist auf Grund der stark ausgeprägten Übertragungsschwierigkeiten (Generalisierungsprobleme) autistischer Menschen besonders wichtig.

Der Kerngedanke des Unterstützerkreises soll hier kurz am Beispiel von Leo gezeigt werden:

Fachberatung Autismus Silke Schellbach - Küchenschrank-grüne-Punkte

Das ist Leo.

 

Er liebt jede Art von Fäden und hält diese gern in der Hand.
Seine Lieblingsfarbe ist rot.
Meist hält Leo den roten Faden in der Hand.

DER LEBENSWEG ALS ROTER FADEN

(Eigene Darstellung angelehnt an Schatz und Schellbach 2009, S. 12 -27)

Stellen wir uns den Lebensweg wie einen roten Faden vor: Es zeichnen sich schnell Ereignisse ab, welche alle Gleichaltrigen vereinen. Schon mit der Geburt des Kindes blicken wir auf den Kindergarten (weil wir hierzu eine Entscheidung treffen müssen) und bald wissen wir um die wohnortnahe Schule, denken vielleicht schon an Freizeitaktivitäten und Vereine, weil vielleicht in der Familie ein Hobby generationsübergreifend gepflegt wird. Und auch wenn wir zu diesem Zeitpunkt nicht daran denken möchten, wissen wir, dass irgendwann eine Schule zu Ende ist und sich dann die Frage nach einer beruflichen Qualifikation stellt … Wir wissen auch, dass viele Menschen außerhalb der Familie wichtig für das Kind werden und wünschen uns, dass es möglichst viele Freunde finden wird.
So einfach, wie hier geschrieben, ist es natürlich für die meisten Menschen nicht.

VIELE HINDERNISSE* IN WECHSELWIRKUNG MIT DER UMWELT

* statt Hindernisse wird in der Fachliteratur oder in der Gesetzgebung eher der Begriff Barriere benutzt. Ich nutze oft lieber den Begriff Hindernis, da dieser die Be-Hinderung deutlicher macht.

Familien mit einem Kind, welches unter den Bedingungen des Autismus den roten Faden seines Lebens entdecken möchte, haben es häufig sehr schwer. Familie und Kind stehen vor enorm vielen Herausforderungen.

So sind beispielsweise die Teilhabe am Familienalltag, der Gemeinschaft und Bildung im Kindergarten oder der Schule für das Kind mit vielen Hindernissen verbunden.

Leo geht mehrmals in der Woche zu verschiedenen Therapien, um mit den Hindernissen besser klarzukommen.

Viele Menschen unterstützen ihn. Zum Beispiel …

Im Vergleich zu seinen Gleichaltrigen lernt Leo ganz schön viele „Zusatz- Etappen“ mit vielen zusätzlichen Personen auf seinem Lebensweg kennen.

HINDERNISSE ABBAUEN IST EINE GEMEINSAME AUFGABE

 

Diese Hindernisse zu bemerken und möglichst abzubauen, ist die Aufgabe von allen Unterstützer*innen. Das können Leo und seine Familie nicht allein schaffen. Dabei geht es vielleicht um solche Hindernisse: Wie kann das Anziehen am Morgen so strukturiert werden, dass die Handlungsfolge für das autistische Kind verständlicher ist und dieser morgendliche Prozess dann nicht mehr den Start in den Schultag behindert? Welche Voraussetzungen können in der Schulmensa ermöglicht werden, damit der Schüler ungehindert seine Mittagsmahlzeit einnehmen kann? Wie kann ein erwachsener junger Mann motiviert werden, sein I-Pad als Kommunikationsmittel auch außerhalb der WG zu benutzen? ….

DER UNTERSTÜTZERKREIS – UNTERSTÜTZUNGSMASSNAHMEN ABSTIMMEN

Im Unterstützerkreis bilden alle ein gemeinsames Arbeitsbündnis.

Jedoch geht es im Unterstützerkreis nicht darum, dass alle in ihrem Lebensalltag das Gleiche tun. Das fände Leo sicher sehr langweilig. Es soll vielmehr über das autismussensible Vorgehen bei der Auswahl von Hilfsmitteln, bei der Etablierung von bedeutsamen Strukturen, beim Gehen gemeinsamer Kommunikationswege, beim Lernen …. beraten und abgestimmt werden. Denn das größte Hindernisse für autistische Menschen ist es, wenn es in verschiedenen Lebenssituationen verschiedene Hilfen auf unterschiedlichen Kommunikations- und Abstraktionsebenen gibt.

Fehlende Absprachen zwischen den Familien, Fachleuten und Unterstützer*innen sind ein großes Hindernis für Menschen aus dem Autismusspektrum.

KOOPERATION UND AUSTAUSCH MINIMIERT SCHWIERIGE (PÄDAGOGISCHE) SITUATIONEN.

Wollen Sie mehr über Unterstützerkreise und darüber, wie man diese vorbereitet, durchführt und nachbereitet erfahren?
Nehmen Sie gern mit mir Kontakt auf.

Ihre Silke Schellbach

TIPP:

Wer sich vertiefen möchte, kann u. a. in dieser Fachliteratur stöbern:

 

  • Schatz, Yvette; Schellbach, Silke (2009): Unterstützerkreise. Nordhausen: Kleine Wege.
  • Schatz, Yvette; Schellbach, Silke (2015): Unterstützerkreis: In: Georg Theunissen, Wolfram Kulig, Vico Leuchte und Henriette Paetz (Hg.): Handlexikon Autismus-Spektrum. Schlüsselbegriffe aus Forschung, Theorie, Praxis und Betroffenen-Sicht. Stuttgart: Kohlhammer, S. 372-374.
  • Schellbach, Silke (2021): Heilpädagogische Förderung und Unterstützung bei Autismus. Die Balance zwischen Offenheit und Struktur bei der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen im Autismus-Spektrum. In: heilpaedogik.de 36 (3), S. 17-22.
  • Theunissen, Georg; Sagrauske, Mieke (2019): Pädagogik bei Autismus. Eine Einführung. Stuttgart: Kohlhammer, S. 111-117.
  • Theunissen, Georg (2021): Basiswissen Autismus und komplexe Beeinträchtigungen. Lehrbuch für die Heilerziehungspflege, Heilpädagogik und (Geistig-) Behindertenhilfe. Freiburg: Lambertus, S. 289.
AUS DER PRAXIS:

Fachberatung Autismus Silke Schellbach - Roter Koffer Die Temple – Grandin-Schule – Inklusive Schwerpunktschule mit dem Förderschwerpunkt Autismus – in Berlin Friedrichshain hat schon seit mehreren Jahren das Konzept des Unterstützerkreises in ihre schulische Praxis etabliert.

Ich freue mich darauf, am 03.05.2022 dort im Team zu sein und einen Workshop zum Thema zu gestalten.

 

Wer Lust hat, kann in der Schulkonzeption nachlesen. Nicht nur wegen der Unterstützerkreise lohnt sich ein Blick.

Abb. 1

 

Abb. 2

Abb. 1 u. 2. Unterstützerkreis in der Schulkonzeption (Senatsverwaltung Berlin 2014, S. 55-56)

Quelle:
Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Wissenschaft von Berlin (2014): Schulprogramm der Schule am Friedrichshain. Berlin, S. 55-56. Online zugänglich: https://www.temple-grandin-schule.de/wp-content/uploads/Schulprogramm-Temple-Grandin-Schule.pdf, letzter Zugriff: 30.04.2022

Entwicklungsförderung im Spiel

Entwicklungsförderung im Spiel

Seminar-ankündigung

ENTWICKLUNGSFÖRDERUNG IM SPIEL – RESSOURCEN UND POTENZIALE

Spielen ist ein Prozess mit offenem Ausgang, geprägt von Neugier und Begeisterung aller Beteiligten. Kinder spielen, um sich ihre Umwelt zu erschließen, um sich im Austausch mit anderen auszuprobieren oder um die Welt der Erwachsenen zu verstehen. Autistische Kinder zeigen – wie alle anderen Kinder auch – diese Begeisterung innerhalb ihrer Interessen, welche sich jedoch häufig von denen der Gleichaltrigen unterscheiden. Wie können gemeinsame Spielpartnerschaften entstehen? Welche Voraussetzungen benötigen autistische Kinder, um sich auf Spielsituationen einzulassen?

Im Seminar werden didaktisch-methodische Schritte vorgestellt und diskutiert, die Kindern das gemeinsame Spielen besser erschließen. Durch eine gezielte Auswahl von Spielmaterialien und eine Adaption auf die Bedürfnisse und Bedarfe autistischer Kinder können die Förderung von Interaktion, Kommunikation, Lernen und Kooperation im Spielen ermöglicht werden.

Spielen ist ein Prozess mit offenem Ausgang, geprägt von Neugier und Begeisterung aller Beteiligten. Kinder spielen, um sich ihre Umwelt zu erschließen, um sich im Austausch mit anderen auszuprobieren oder um die Welt der Erwachsenen zu verstehen. Autistische Kinder zeigen – wie alle anderen Kinder auch – diese Begeisterung innerhalb ihrer Interessen, welche sich jedoch häufig von denen der Gleichaltrigen unterscheiden. Wie können gemeinsame Spielpartnerschaften entstehen? Welche Voraussetzungen benötigen autistische Kinder, um sich auf Spielsituationen einzulassen?

Im Seminar werden didaktisch-methodische Schritte vorgestellt und diskutiert, die Kindern das gemeinsame Spielen besser erschließen. Durch eine gezielte Auswahl von Spielmaterialien und eine Adaption auf die Bedürfnisse und Bedarfe autistischer Kinder können die Förderung von Interaktion, Kommunikation, Lernen und Kooperation im Spielen ermöglicht werden.

Das Seminar wird im Auftrag der „Europäischen Akadamie für Heilpädagogik EAH e.V.“ in diesem Jahr in Präsenz und Online angeboten.

Hier können Sie sich genauer informieren:
https://www.eahonline.de/22-e-3/ (Präsenz in Erfurt)
https://www.eahonline.de/22-o-41/ (online)

Kontaktaufnahme

Heilpädagogik • Coaching • Weiterbildung

Adresse: Mittelweg 1f • 37308 Heilbad Heiligenstadt

Telefon: +49 (0) 152 24 766 945
E-Mail:    kontakt@silke-schellbach.de
Web:       silke-schellbach.de

Oder senden Sie mir eine Nachricht

10 + 11 =

Menschen mit Autismus

Behörden / Institutionen

Eltern und Freunde

Interessierte an Autismus

Warum der Koffer ein wichtiges Symbol für mich ist

Warum der Koffer ein wichtiges Symbol für mich ist

WARUM DER KOFFER EIN WICHTIGES SYMBOL FÜR MICH IST

Wenn Sie mir in meinem beruflichen Alltag begegnen, schiebe ich vielleicht gerade einen Koffer neben mir her. Dann bin ich unterwegs zu einem Seminar oder einer Fachberatung.

Im Koffer sind alle wichtigen Dinge, die ich dann brauche. Oft habe ich viel zu viel mit – zur Sicherheit, wie das wohl jeder von einer Urlaubsreise kennt 😉) – jedoch möchte ich möglichst viele praktische Beispiele in unsere Gespräche einbringen, Gesprächsthemen visualisieren und diese mit theoretischen Hintergründen verknüpfen. Dafür brauche ich Stifte, Papiere, Bücher, Anschauungsmaterialien …

Der Koffer symbolisiert für mich jedoch auch meine eigene Rolle in unseren gemeinsamen Gesprächen oder Seminaren: Ich komme zu Ihnen als Gast und werde eine Wegstrecke gemeinsam mit Ihnen verbringen. Ich kann Sie beim Finden von Lösungen für Herausforderungssituationen begleiten und bringe Ihnen meine Erfahrungen und mein Fachwissen mit. Unterstützen möchte ich Sie darin, Ihren eigenen Koffer mit Wissen und Ideen zu füllen, um Menschen im Autismusspektrum im Alltag der Familie und in anderen sozialen Kontexten autismussensibel zu begegnen.

Kontaktaufnahme

Heilpädagogik • Coaching • Weiterbildung

Adresse: Mittelweg 1f • 37308 Heilbad Heiligenstadt

Telefon: +49 (0) 152 24 766 945
E-Mail:    kontakt@silke-schellbach.de
Web:       silke-schellbach.de

Oder senden Sie mir eine Nachricht

11 + 1 =

Menschen mit Autismus

Behörden / Institutionen

Eltern und Freunde

Interessierte an Autismus

Bedeutsame Strategien für eine verbesserte Eigenständigkeit im Lebensalltag

Bedeutsame Strategien für eine verbesserte Eigenständigkeit im Lebensalltag

BEDEUTSAME STRATEGIEN

FÜR EINE VERBESSERTE EIGENSTÄNDIGKEIT IM LEBENSALLTAG

Was hat das Schälen einer Gurke und die Zubereitung eines Gurkensalates mit Autismus zu tun?

Richtig, eigentlich nichts!

Wenn jemand jedoch gern Gurke isst oder einfach gern in der Küche mithelfen möchte, dann eignet sich eine Gurke wunderbar, um gleich eine große Anzahl von wichtigen Dingen zu üben.

So zum Beispiel: den Umgang mit Werkzeugen, das Zulassen von Hilfe und Unterstützung, das Arbeiten mit beiden Händen (Haltehand-Aktionshand), das Kennenlernen von verschiedenen Formen, Farben etc. und natürlich auch das Verstehen von sprachlichen Instruktionen u.v.m.

Das autismussensible Vorgehen bei der Zubereitung von Gurkensalat zeigt sich dann, wenn die Handlung und die Materialien in eine Struktur eingebettet sind, die für das autistische Kind, den Jugendlichen oder Erwachsenen visuell nachvollziehbar und wiederholbar sind. Denn visuellen Zeichen und Systemen wird eine handlungsstrukturierende und stabilisierende Funktion zugeschrieben (vgl. hierzu z.B.TEACCH®).

Hier ein Beispiel wie ein Gurkensalat nach den Strukturierungsprinzipien des TEACCH®-Konzeptes hergestellt werden könnte:

1. Zuerst wird der Materialkorb zum Tisch getragen. Er links vom Arbeitsbereich. Im Korb sind alle Dinge, welche für die Herstellung des Salates benötigt werden. Ganz oben liegt die Arbeitsdecke mit aufgezeichneten Markierungen zur Arbeitsplatzorganisation.

2. Entsprechend der Markierungen werden alle Utensilien platziert. Das Brettchen, die Werkzeugkörbe, die Schüssel für den Salat, der rote Behälter für den Abfall. Auf die rechte Seite des Tisches werden später alle Dinge getan, welche nicht mehr benötigt werden.

3. Jetzt geht es los. Aus dem oberen (hier gelben) Werkzeugkorb wird der Schäler herausgenommen und die Gurke gemeinsam geschält. Der leere Korb landet im rechten Fertigbereich. Die Schalen kommen in den roten „FERTIG-Korb“ [Einfacher ist es, vorerst nur einen Fertig-Bereich für alle Sachen zu nutzen].
4. Jetzt wird das Messer entnommen und die Gurke geschnitten. Fertig.

5. Das Dressing kommt hinzu. Fertig.
6. Der fertige Salat wird vom Arbeitsplatz zum Esstisch getragen.
……….. und abgestellt.

Und das Wichtigste kommt jetzt:

Sich gemeinsam freuen über diese großartige Leistung

Kontaktaufnahme

Heilpädagogik • Coaching • Weiterbildung

Adresse: Mittelweg 1f • 37308 Heilbad Heiligenstadt

Telefon: +49 (0) 152 24 766 945
E-Mail:    kontakt@silke-schellbach.de
Web:       silke-schellbach.de

Oder senden Sie mir eine Nachricht

6 + 6 =

Menschen mit Autismus

Behörden / Institutionen

Eltern und Freunde

Interessierte an Autismus